FRONTIERS IN PSYCHEDELIC SCIENCE

This transdisciplinary seminar brings together experts from different fields such as neuroscience, psychology & psychotherapy, philosophy and consciousness research to advance the critical dialogue about recent developments and future directions in psychedelic research. Public lectures by invited speakers will be complemented by plenary discussions.

This seminar is hosted by the Reconnect Foundation in collaboration with Studentisches Forum für Psychoanalyse at the University of Zurich.

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Psychedelic Plant Teachers

Monday, May 13, 18:30 - 19:45, University of Zurich, KOH-B-10 (PLEASE NOTE DIFFERENT LECTURE HALL)

Jeremy Narby, PhD
Anthropologist and Author

An anthropologist tries to reconcile science and Amazonian plant knowledge, drawing concepts from both sides. Plants like ayahuasca and tobacco can act both as “psychedelics” , meaning mind-revealing, and as “teachers", in that they allow knowledge to be gained. But working with plant teachers is tricky, and has ups and downs. Beacuse they are mind-revealing, the experience one can have after ingesting them depends on who one is. Ultimately, when working with plant teachers, going back and forth between systems of knowledge is a slow process that can be rewarding, but that also has its perils.

Die analytische Psychologie nach C.G. Jung und die Phänomenologie von Ayahuasca-Erfahrungen: Unbewusste und affektive Dynamiken

Monday, March 4, 18:30 - 19:45, University of Zurich, KOL-F-118

Dr. med. Heiner Dörfler
Psychiater und Ayahuasca-Forscher

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (1875-1961) prägte mit seinen Begriffen, Ideen und Theorien die populärwissenschaftliche Psychologie des 20. Jahrhunderts, in der akademischen Welt blieb er jedoch oft umstritten. Wesentlich waren für Jung spirituelle und transzendente Dimensionen des Menschen, er suchte nach Tiefe und Sinnerfahrungen in der menschlichen Seele. Mit seinem Werk wirkte er in die Bereiche von Religionspsychologie, Philosophie, Astrologie und Ethnologie hinein. Die Innenschau war für Jung der Schlüssel zu Selbsterkenntnis und Individuation. Im psychotherapeutische Prozess ging es für Jung darum, sich mit Komplexepisoden, unter besonderer Berücksichtigung der affektiven Ebenen, auseinanderzusetzen. In einem schöpferischen Prozess mit dem Einbezug von Träumen und inneren Bildern sollte im Analysanden ein Entwicklungs- und Wandlungsprozess angestossen werden.

Ayahuasca ist ein traditioneller psychotroper Tee aus dem Amazonasgebiet, der in den letzten Jahren ein zunehmendes wissenschaftliches Interesse erweckt. Trinkende berichten von Ayahuasca als Werkzeug, unentdeckte Gebiete des menschlichen Geistes zu erforschen. Unter der Wirkung von Ayahuasca kommt es zu einem breiten Spektrum psychischer und physischer Phänomene, darunter beispielsweise das Wiedererleben autobiografischer Erinnerungen, das intensive Fühlen körperlicher Sensationen, oder auch transpersonale und übersinnliche Erfahrungen. Auch können unangenehme, karthatische Prozesse durchlebt werden, welche in Jungs Worten als Begegnungen und Arbeit mit dem eigenen Schatten beschrieben werden können. In diesem Vortrag möchte sich der Referent mit Parallelen in Jungs Konzepten und der Phänomenologie von Ayahuasca-Erfahrungen auseinandersetzen.