Philosophische Essays


Die Essays sind dem Themenkreis Gehirn, Geist und Bewusstsein gewidmet. Es werden darin Fragen nach einem tieferen Verständnis der menschlichen Existenz aufgeworfen: Was bedeutet es lebendig in der Welt zu sein und wie ist unser Erleben und Begreifen organismisch realisiert? Der Versuch einer transdisziplinären Annäherung.

Die uralte Frage nach dem
Verhältnis von Materie und Geist stellt eine der grössten ungeklärten Faszinosa der menschlichen Existenz dar, und löst immer wieder Verwunderung aus. Was ist die Natur des menschlichen Geistes, wie kommt Bedeutung in die Welt und wodurch wird sie konstituiert? Wo liegen die Grenzen des naturwissenschaftlichen Zugangs zur Sphäre des bewussten Erlebens und was stellt eine angemessene Ebene der Erklärung im Bezug auf den menschlichen Geist dar?

Unseren Geist und somit mentales
Erleben, Fühlen und Denken als natürliches Geschehen zu begreifen, so lautet die als erfolgsversprechend proklamierte Forschungsstrategie der modernen Life Sciences. Gleichzeitig erleben wir mehr als wir begreifen: Zwischen Gehirn und Geist klafft eine Erklärungslücke, deren existenzielle Tragweite nur im Lichte der Differenzen in der Wissensproduktion unterschiedlicher Wissenskulturen zu erhellen ist. Im Zeitalter moderner Neurotechnologien gewinnt die Frage nach der Naturalisierbarkeit des Mentalen erneut an Aktualität und mit ihr auch die Frage nach dem Stellenwert bildgebender Verfahren als epistemischen Werkzeugen, um neue Einsichten in die Natur des menschlichen Geistes zu vermitteln.

Auch die Entwicklung des Faches Psychiatrie als biopsychosozialer Disziplin im
Spannungsfeld zwischen Psycho- und Neurodynamik kann schliesslich von einer intellektuellen Begleitung durch die Philosophie profitieren. Wegweisend sollte dabei eine Suche nach integrativen Denkmodellen sein.

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Neuropsychoanalyse: Hirntätigkeit als Zeichenprozess.
Journal für Psychoanalyse, Volume 55, 2014.

Sphären und Konturen der Relevanz (2013)
Naturphilosophische und klinische Perspektiven ökologisch-systemischen Denkens

Geschichte und Philosophie der Melancholie (2013)
Von den Abwandlungen des Melancholiebegriffs zum Wesenskern eines Seelenphänomens

Ikonographie des Geistes (2013)
Neurobildgebung und die Frage nach der Lesbarkeit des Mentalen

Über Sinn und Wirklichkeit der Sprache in den Neurowissenschaften (2013)

Neurophänomenologie (2012)
Vom Versuch unser Erleben greifbarer zu machen

Der menschliche Geist in einer natürlichen Welt (2012)
Versuch einer naturalistischen und lebensweltlichen Verortung

Von der Kunst der Wissenschaft zu Menschen als Menschen zu reden und nicht, als ob sie Steine wären (2012)
Paul Feyerabends Plädoyer für eine humanistische Epistemologie

Neuropsychoanalyse (2011)
Eine Reflexion über die epistemischen Bedingungen ihrer Sinnhaftigkeit

Von der epistemischen Kraft ikonographischer Evidenzen (2011)
Kognitive Bildgebung als Neophrenologie des Geistes?

Willensfreiheit und Determinismus (2009)
Kognitive Dissonanzen zwischen epistemischen Perspektiven und ihre normativen Konsequenzen

Die Evaluation des Guten (2009)
Im Wechselspiel zwischen Homöostase und Normativität

Die Rationalität der Emotionen (2009)