Psilocybin Enhances Mindfulness-Related Capabilities in a Meditation Retreat Setting

Psychedelic Science Conference 2017, Oakland CA, USA.
Interdisciplinary Track | Friday April 21st, 5:00 PM | www.psychedelicscience.org

Under supportive conditions, psychedelics can induce personally meaningful and profound psychospiritual experiences with a striking resemblance to mystical experiences reached in very deep meditation. Likewise, improvements in mindfulness-related capabilities may not only be enhanced by meditation practices but also through distinctive features of the psychedelic experience.

In order to investigate the neurobiology of expanded states of consciousness and the potential of psilocybin to facilitate mindfulness-related capabilities, we conducted a neuroimaging study with long-term meditators in a meditation retreat setting. We present findings about psilocybin-induced altered states of consciousness during meditation including self-reported meditation depth and post-retreat levels of mindfulness. In addition, we discuss psilocybin-related changes in functional brain connectivity as modulations of self-referential information processing networks that subserve the process of meditation.

We conclude that psilocybin has the potential to facilitate profound and personally meaningful experiences within a meditation retreat framework, which underscores the importance of set and setting and the conjunctive role of mindful stance to facilitate beneficial outcomes of psychedelic experiences. Through enhancing mindfulness-related capabilities and well-being, psilocybin may have promising therapeutic impact for integrative transformational healthcare.



Milan Scheidegger, M.D., Ph.D., M.A. HPK, completed his Ph.D. in functional and molecular neuroimaging at the Institute for Biomedical Engineering (University and ETH Zurich). As a resident physician at the Department of Psychiatry, Psychotherapy, and Psychosomatics (University Hospital of Psychiatry Zurich) he is currently researching the neurobiology and pharmacology of altered states of consciousness. He is member of the Swiss Society for Psycholytic Therapy (SAEPT) and investigates the potential of psychedelics such as ketamine, psilocybin, ayahuasca and DMT to facilitate therapeutic transformation. On his ethnobotanical expeditions to Mexico, Colombia and Brazil he explored the traditional use of psychoactive plants in shamanic rituals. In addition to empirical research, he earned an M.A. degree in History and Philosophy of Knowledge (ETH Zurich). His main interests include biosemiotics, epistemology and phenomenology of consciousness, mindfulness and deep ecology.

Ayahuasca (Radio-Interview)

MODERATION: Andreas Hermwille REDAKTION: Evgenia Muravyeva MUSIK: Evgenia Muravyeva

In Europa sieht man es als gefährliche Droge, in Peru – als Heilmittel gegen Drogenabhängigkeit. Ayahuasca ist ein Tee der Amazonas Indigenen mit psychoaktiver Wirkung, der einen für mehrere Stunden in die Welt der Visionen bringt.

Wegen Ayahuasca strömen Tausende Touristen aus der ganzen Welt in den Amazonas. Von dem bitteren braunen Getränk erhoffen sie sich Heilung von allen möglichen geistigen und körperlichen Krankheiten und sind bereit, die heftige Wirkung von Ayahuasca auf den Körper auf sich zu nehmen. In den meisten westlichen Ländern ist Ayahuasca nicht legal, trotzdem entsteht dort schon eine Art Ayahuasca Kultur.

Für diese Sendung haben wir mit Experten aus dem rechtlichen und medizinischen Bereich, und mit Ayahuasca Forschern und Touristen geredet, um die Antwort auf die Fragen zu geben:

  • Was sind die Folgen vom Ayahuasca Tourismus im Amazonas?
  • Was macht Ayahuasca Bewegung aus?
  • Wie setzt man Ayahuasca für die Therapie ein?
  • Was ist falsch am Ayahuasca Verbot im Westen?

PODCASTS ZUM ARTIKEL
Ayahuasca Feature Teil 1 - allgemeine Info über Ayahuasca
Ayahuasca Feature Teil 2 - Kommerzialisierung von Ayahuasca
Ayahuasca Feature Teil 3 - Globalisierung von Ayahuasca
Ayahuasca Feature Teil 4 - Ayahuasca in der Psychotherapie
Ayahuasca Feature Teil 5 - Drogenpolitik

LINK ZUR SENDUNG
http://www.hertz879.de/sendung/ayahuasca/

Vom psychedelischen Rausch zur mystischen Ekstase: Psychopharmakologie des rituellen Substanzgebrauchs

Studientag: Religion und Drogen | 18.04.2016
Fachbereich Religionswissenschaft, Universität Basel

Die Religionsgeschichte ist auch eine Geschichte des Drogengebrauchs. Von Ritualen, Ekstasetechniken über Pilze, Tee, Alkohol bis hin zu Opium, LSD und Ecstasy. Individuell und kollektiv gebraucht, werden Grenzerfahrungen, Wahrnehmungserweiterungen, sakrale Kommunikationen, Ekstasezustände und meditative Einkehr durch Drogen befördert. Viele Thesen und Themen zur Religion werden mit dem Gebrauch von Drogen im weitesten Sinne in Zusammenhang gebracht: Das Christentum als Produkt des Konsums eines Rausch-Pilzes; die Frage nach dem Wein im Abendmahl; der Trank der Unsterblichkeit in China; Rituale zur Erzeugung von Endorphinen (endogenes Morphin); Bodhidharma und die Kultivierung des Tees; der Einsatz von Entheogenen in Ritualen (Peyote-Kult, Schamanismus) usw.

Zum Bereich der Religion gehören ‚ausserordentlichen’ Erfahrungen, Imaginationen und Visionen. Insbesondere Drogen, aber auch Rituale, befördern diese Erfahrungen, stimulieren und provozieren Wahrnehmungen, Visionen und Einsichten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass vor dem Hintergrund verschiedenster kultureller Hintergründe Drogen eingesetzt werden, um religiöse ‚Ziele’ – welche auch immer das sein mögen – zu erreichen. Dies ist auf der anderen Seite mit ein Grund dafür, wieso der Gebrauch von psychoaktiven Drogen diskursiv der Religion oder der sogenannten Magie zugewiesen wird und ihr Gebrauch in Medizin und Psychologie nur unter bestimmten Vorzeichen als legitim erscheint. Zunehmend gibt es zunehmend psychopharmakologische Untersuchungen, die die (psycho)physischen Grundlagen der Wirkungsweise von Drogen untersuchen.

Der Studientag will anhand von ausgewählten Fallbeispielen diesen Phänomenen in einem interdisziplinären Forum nachgehen. Dabei wird der Schwerpunkt auf einem Forschungsbereich liegen, der als ‚Religionspsychopharmakologie’ bezeichnet werden kann: Welche körperlichen Wirkmechanismen liegen der Wirkung von Drogen und Ritualen zugrunde?

Rauschmittel und Drogen in der europäischen Religionsgeschichte - ein Überblick
Hubert Mohr, M.A., Universität Basel

Die Verwendung von Drogen im chinesischen Daoismus
Prof. Dr. Stephan Peter Bumbacher, Universität Basel und Zürich

Vom psychedelischen Rausch zur mystischen Ekstase: Psychopharmakologie des rituellen Substanzgebrauchs
Dr. Dr. med. Milan Scheidegger, PUK Zürich

Instant Nirvana: Die spirituelle Dimension der LSD-Erfahrung
Lucius Werthmüller, Autor und Parapsychologe in Basel

Ritual als Therapie: Perspektiven der Transformation

Dr. Dr. med. Milan Scheidegger, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

Rituale sind uralte Heilmethoden, die archaische Kräfte in unserer Psyche mobilisieren und dadurch Transformation ermöglichen. Im Ritual wird der Mensch ganzheitlich angesprochen: Sein Leiden wird nicht nur als reines Naturgeschehen behandelt, sondern in einen universellen Bedeutungszusammenhang gestellt. Auch die Psychotherapie hat das Ritual als effektive Interventionsform wiederentdeckt. Zudem wird das Potenzial aussergewöhnlicher Bewusstseinszustände wie Trance, Ekstase, psychedelischem Rausch oder mystischer Erfahrungen zur visionären Umstrukturierung des eigenen Selbst und seiner Beziehung zur Umwelt wieder vermehrt wissenschaftlich erforscht.


Ritualkongress 2016: Spannungsfeld Schamanismus, Kirche und Psychiatrie

Der Ritualkongress 2016 widmet sich der professionellen Ritualarbeit im Spannungsfeld des Schamanismus, der Kirche und der Psychiatrie. Diese drei Disziplinen stehen nicht nur historisch in einer engen Verwandtschaftsbeziehung, sondern sie setzen auch Rituale als Mittel ein, um mit Menschen zu arbeiten. Am Ritualkongress 2016 werden diese unterschiedlichen Perspektiven – vertreten durch ausgewiesene Experten/innen auf dem jeweiligen Feld – vorgestellt, Parallelen und Differenzen diskutiert und Visionen für eine interdisziplinäre Ritualarbeit entworfen.

www.ritualkongress.ch | 13.-14. Februar 2016 | Haus Säntisthur

Psycholyse - Selbstentgrenzung als Transformationstechnik

Dr. Dr. med. Milan Scheidegger, Psychiatrie, Neurowissenschaften & Philosophie

Rauscherfahrungen sind sowohl für die Hirnforschung als auch für die Psychotherapie ein interessantes und wertvolles Phänomen. Dessen Bedeutung und möglicher Wert soll vor dem Hintergrund eines Referats in einer offenen Gruppe diskutiert werden.

Universität Zürich | Montag, 19. Oktober 2015 | 18-20 Uhr

Ikonographie des Geistes: Epistemologie und Bildpraxis in den psychiatrischen Neurowissenschaften der Gegenwart

PSYCHIATRIE – WISSEN – GESELLSCHAFT
Ein transdisziplinärer Workshop

Universität Zürich, 16.–18.Oktober 2014

Unseren Geist und somit mentales Erleben, Fühlen und Denken als natürliches Geschehen zu begreifen, so lautet die als erfolgsversprechend proklamierte Forschungsstrategie der modernen Life Sciences. Gleichzeitig erleben wir mehr als wir begreifen: Zwischen Gehirn und Geist klafft eine Erklärungslücke, deren existenzielle Tragweite nur im Lichte der Differenzen in der Wissensproduktion unterschiedlicher Wissenskulturen zu erhellen ist. Im Zeitalter moderner Neurotechnologien gewinnt die Frage nach der Naturalisierbarkeit des Mentalen erneut an Aktualität und mit ihr auch die Frage nach dem Stellenwert bildgebender Verfahren als epistemischen Werkzeugen, um neue Einsichten in die Natur des menschlichen Geistes zu vermitteln. Besonders in der Psychiatrie wirft die metrische Objektivierung des Subjektiven kontroverse Fragen auf: Welchen erkenntnisleitenden Stellenwert hat die Vermessung biologischer Regelmässigkeiten im Gehirn im Hinblick auf das Verständnis des Leidens eines erkrankten Subjekts? Die Frage nach der wissenschaftlichen Objektivierung des Geistes zu stellen bedeutet auch, sie in Resonanz zu bringen mit der Suche nach einer angemessenen Ebene der Erklärung als Fortsetzung der Geschichte der menschlichen Wissensproduktion.

Dr. Dr. med. Milan Scheidegger
promovierte an der Universität Zürich in Medizin und bildete sich am Institut für Biomedizinische Technik (Universität und ETH Zürich) im Rahmen eines neurowissenschaftlichen Doktorats in modernen bildgebenden Verfahren des Gehirns fort. Aktuell arbeitet er als Arzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und erforscht die neurobiologischen Grundlagen veränderter Bewusstseinszustände sowie die Biomechanismen antidepressiv wirksamer Therapien. Neben der empirischen Tätigkeit erwarb er den Master in Geschichte und Philosophie des Wissens an der ETH Zürich. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Biosemiotik, die Philosophie des Geistes, die Epistemologie der Psychiatrie sowie die Neurophänomenologie veränderter Bewusstseinszustände.

Modul: Magnetresonanz-Tomographie: Grenzfragen physiologischer Erkenntnis

Kurzbeschreibung:
Die MRT-Bilder v.a. des Gehirns wecken alte Wünsche: anhand physiologischer Beobachtung etwas von unseren Gefühlen, Motivationen, ja vom menschlichen Geist überhaupt zu erfahren. Wir wollen dem Individuellen, Persönlichen einerseits, dem allgemein Menschlichen anderseits auf die Spur kommen. Was genau lässt uns dieser technisch konstruierte Blick sehen, und was bedeutet er für die Medizin?

Lernziele:
1) Sachgemäße Reflexion einer Technik, die inzwischen zu den prägenden Bildgebern unserer westlichen Weltanschauung gehört.
2) Ein Bewusstsein von den Möglichkeiten und Grenzen medizinischer MRT-Diagnostik.
3) Das Sich-Einüben in eine der ältesten Fragen überhaupt: in die nach dem Verhältnis von Leib, Seele und Geist.

Universität und ETH Zürich, montags 13-17 Uhr (2-wöchentliches Seminar), zusammen mit PD Dr. Hartwig Wiedebach:
http://www.vorlesungen.uzh.ch/HS13/suche/sm-50646723.modveranst.html

Von der epistemischen Kraft ikonographischer Evidenzen: Neuro-Bildgebung als Neophrenologie des Geistes?

Vortragsreihe: Neuro-Philosophisches Kolloquium
Neurologische Universitätsklinik, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, 25. Februar 2013

Unseren Geist und somit mentales Erleben, Fühlen und Denken als natürliches Geschehen zu begreifen, so lautet die als erfolgsversprechend proklamierte Forschungsstrategie der modernen Life Sciences. Gleichzeitig erleben wir mehr als wir begreifen: Zwischen Gehirn und Geist klafft eine Erklärungslücke, deren existenzielle Tragweite nur im Lichte der Differenzen in der Wissensproduktion unterschiedlicher Wissenskulturen zu erhellen ist. Im Zeitalter moderner Neurotechnologien gewinnt die Frage nach der Naturalisierbarkeit des Mentalen erneut an Aktualität und mit ihr auch die Frage nach dem Stellenwert bildgebender Verfahren als epistemischen Werkzeugen, um neue Einsichten in die Natur des menschlichen Geistes zu vermitteln. Dabei stossen wir auf eine zentrale erkenntnisleitende Frage: Können die bis anhin kryptisch gebliebenen neuronalen Prozesse mittels Neuro-Bildgebung - vergleichbar einer bioarchäologischen Grabung im Gehirn - für uns als "neuronale Texte" auch lesbar und verstehbar gemacht werden? Die Frage nach der "neuronalen Lesbarkeit des Mentalen" zu stellen bedeutet auch, sie in Resonanz zu bringen mit der Suche nach einer angemessenen Ebene der Erklärung als Fortsetzung der Geschichte der menschlichen Wissensproduktion.

Kunst entzückt und ergreift: Neuroästhetik - Kunst und Synästhesie aus neurologischer Perspektive

Kulturfest Roggenburg, 1. September 2012

Künstler verstehen es ganz besonders unsere Sinne herauszufordern. Kunst entzückt und ergreift uns, sie kann uns zugleich irritieren und berühren. Auf eine zutiefst sinnliche Art und Weise bringen wir in der Kunst die Erfahrung unseres Lebendigseins zum Ausdruck: Wir vermitteln einander, was all das um uns herum und in uns drin für eine Bedeutung hat. Unsere Sinne tragen diese Bedeutungen, mit ihnen können wir uns anderen mitteilen. Diesem kreativen Spiel mit unseren Sinnen und ihrer Funktionsweise in der Kunst und Synästhesie geht dieser Vortrag aus neurologischer Perspektive nach.