Ayahuasca - von der indigenen Medizin zum klinischen Prüfpräparat?

Konferenz zum Bicycle-Day 2020: Die psychedelische Renaissance

Samstag, 18. April 2020, 14:45 - 15:30, Hotel Hofmatt, Münchenstein bei Basel,
www.hotelhofmatt.ch

Ayahuasca ist eine Pflanzenzubereitung aus Amazonien, welche bisher in der indigenen Medizin traditionelle Anwendung fand. Neben zahlreichen anekdotischen Berichten sind in den letzten Monaten vermehrt Studien zu Ayahuasca veröffentlicht worden, die klinisch relevante positive Effekte bei der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Suchtdruck oder Traumafolgestörungen nahelegen. Ayahuasca enthält die psychotropen Wirkstoffe Dimethyltryptamin (DMT) und β-Carboline (MAO-Hemmer), welche rasch wirksame Effekte auf das Serotoninsystem zeigen und die Neuroplastizität fördern. Der therapeutische Einsatz dieser psychotroper Substanzen beruht dabei weniger auf einer längerdauernden pharmakologischen Substitution von Neurotransmittern als vielmehr auf der Veränderung von dysfunktionalen neuronalen Regelkreisen. Insofern könnte sich Ayahuasca als Adjuvans zur Psychotherapie in einer stärker transformationsorientierten Behandlungsstrategie als innovative Therapieoption erweisen.
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Die psychonautische Kultur kommt zurzeit in der Mitte der Gesellschaft an, wir werden Zeugen einer psychedelischen Renaissance. Ob in Forschung und Medizin, ob zum spirituellen Wachstum, zur rekreativen Verwendung oder zur Alltagsoptimierung: Psychedelische Substanzen und Bewusstseinszustände erfahren heutzutage einen neuen Stellenwert, der mit den alten Klischees kaum mehr etwas gemein hat. Dieser Entwicklung wollen wir entsprechen und anlässlich des 77. Jahrestags der Entdeckung der psychoaktiven Wirkung des LSD durch Albert Hofmann 2020 wiederum eine psychedelische Tagung veranstalten.

https://www.bicycleday.ch

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