Veränderte Wachbewusstseinszustände in der Psychotherapie: Gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen

Veränderte Wachbewusstseinszustände in der Psychotherapie: Gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen

Donnerstag, 24. Januar 2019, 9-17 Uhr
| Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg

Detailliertes Programm:
https://www3.unifr.ch/formcont/de/kurse/detail.html?cid=1802

Veränderte Wachbewusstseinszustände gehören zu den archetypischen und rätselhaften Phänomenen der menschlichen Psyche. Sie können bei grosser Anstrengung, Hyperventilation oder Tanz als Trance auftreten. Im medizinischen Bereich können sie im Rahmen einer Hypnosebehandlung, beim Meditieren oder z.B. auch während einer EMDR-Exposition auftreten. In den letzten 20 Jahren hat die Schulmedizin ein gesteigertes Interesse an diesen Zuständen und ihrem therapeutischen Potential entwickelt, wohl auch vor dem Hintergrund, dass viele Behandlungsverfahren der konventionellen Pharmako- und Psychotherapie für viele schwere, chronische Krankheitsbilder nur unbefriedigende Resultate erbringen. In diesem Zusammenhang erleben derzeit Substanzen, die einen solchen Bewusstseinszustand induzieren können, eine „Renaissance“ des wissenschaftlichen und klinischen Interesses.

Der Seminartag vereint Kliniker und klinische Wissenschaftler, welche ein gemeinsames Interesse an der Anwendung und Vertiefung der Kenntnisse bezüglich der therapeutischen Anwendung dieser veränderten Wachbewusstseinszustände haben. Durch Vorträge und Diskussionsrunden soll zum einen die Relevanz dieser Zustände und die Anwendungsmöglichkeiten in der klinischen Praxis aufgezeigt werden. Zum anderen soll der aktuelle Stand der psychedelischen Forschung und die kurz- und langfristigen Auswirkungen dieser „psychedelischen Renaissance“ auf die Ausrichtung von Medizin und Gesellschaft im 21. Jahrhundert reflektiert werden.